Literatur Podium Bergedorf

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Uwe Kolbe
13.08.2014
"Männer auf verlorenem Posten"


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20.08.2014
Till Raether

 
Jo Berlien

"Männer auf verlorenem Posten"
Erzählungen

Der Vater Schiffskoch, die Mutter Wirtin, das Wohnzimmer ein Siebzigerjahre-Gasthaus mit 200 Plätzen plus großzügig weitschweifigem Tresen.

Jo Berlien bezeichnet sich als Kneipenkind.
Kein Familienidyll, nicht die übliche Dorfenge, obschon der Schiffskoch, ähnlich wie Fitzcarraldo/Kinski mitten im Wald vor Anker gegangen war.

Alle relevanten Neurosen, Sehnsüchte, Mordgelüste wurzeln in der Kindheit, und das Personal dieser Zeit verfolgt uns bis heute: Die Onkel und Tanten, die uns in Abwesenheit der Eltern freien Zugang zu Spirituosen gewährten sowie die Garde von TV-Lehrmeistern in puncto Mut, Humor, Stil und Coolness (Dr. Kimble und Theo Kojak, Tony Curtis und Roger Moore, Karl Malden und Michael Douglas.)

Jo Berlien schreibt Männergeschichten für Frauen und Männer. Seine Erzählungen, gebündelt in dem Titel "Männer auf verlorenem Posten", sind die Geister der Vergangenheit gegenwärtig: Reinhard Rollenkopf, das dicke böse Kind, das sich in einem unauffälligen Versicherungsmakler versteckt hält und getötet werden muss, dass es endlich Ruhe gibt.

Bill Haley, der schweigsame Junge vom Dorf, der an den Wochenenden kellnert, um an die Frauen heranzukommen. Unterhosen-Paul, der, weil es ihm jetzt reicht, die Volksbank überfällt. Bondincus, der Outlaw, der dem Stromzählerableser eine Lektion erteilt und Buße tut für weit Schlimmeres.

Jo Berliens Storys sind lakonisch, bisweilen sardonisch erzählt, ein eingängiger Sound treibt die Geschichten voran, man liest sich fest, braucht zwischendurch dringend eine Pause, um gleich danach weiterzulesen.

Jo Berlien lebt als freier Autor und Redakteur im Schwarzwald und in Straßburg und arbeitet als Redenschreiber und Ghostwriter für Unternehmen und für die Politik in Berlin und Brüssel.

Sein Band mit Kurzgeschichten erscheint 2015, für seine Kurzgeschichte Bondincus erhielt er 2012 den Literaturförderpreis der Stadt Hamburg.

 


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